Koordinatenbohrmaschine

Koordinatenbohrmaschinen, auch Lehrenbohrmaschinen genannt, sind hochgenaue Maschinen, deren Einsatzgebiet im Werkzeugbau der feinmechanischen Fertigung und im Werkzeugmaschinenbau liegt. Sie werden vorwiegend für Präzisionsbohrarbeiten und für leichte Fräsarbeiten eingesetzt. Koordinatenbohrmaschinen unterscheiden sich in zwei verschiedenen Bauweisen. Die Einständermaschine ist mit einem Kreuztisch, die Zweiständerbauform mit einem Längstisch ausgerüstet. Der Kreuztisch führt die Bewegung in den Horizontalachsen X und Y, der Bohrschlitten die vertikale Bewegung (Z-Achse) aus. Hinzu kommt eine Zustellbewegung der Bohrspindel in die Vertikale. Dagegen lässt sich der Längstisch nur in der X-Achse verstellen, während der Bohrschlitten sowie der Querbalken sich auf den restlichen zwei Achsen bewegen. Zusätzlich führt die Bohrspindel eine Bewegung in der Senkrechten aus. Um eine genaue Werkzeugpositionierung in den drei Achsen zu erreichen, besitzen diese Maschinen optische oder elektrische Wegemesssysteme. So lassen sich ohne vorheriges Anreißen in Lehren und Vorrichtungen eng tolerierte Bohrungen herstellen. Auch Koordinatenbohrmaschinen können zum universellen Einsatz mit Mehrfach-Werkzeugträgern ausgerüstet werden.